Deutscher Jugendfotopreis
Preisträger*innen ausgezeichnet

Veröffentlicht am:  21. September 2026

Große Tage für die junge Fotografie: Deutscher Jugendfotopreis 2026 in Düsseldorf verliehen

Strahlende Gesichter bei den diesjährigen Preisträger*innen des Deutschen Jugendfotopreises. Kinder und Jugendliche zwischen 5 und 25 Jahren wurden am Samstagabend in der voll besetzten Kunsthalle Düsseldorf prämiert. Sie kommen aus 11 Bundesländern. Vergeben wurden 40 Preise, die die Jury aus über 8.000 eingereichten Arbeiten ausgewählt hatte. Insgesamt erhielten die Gewinner*innen Preisgelder in Höhe von 14.000 Euro.

Die Arbeiten wurden in den Kategorien Freie Themenwahl, Experimente oder zum Jahresthema „Ein Haus, Ein Boot, Ein Auto“ ausgezeichnet. Johannes Sturm vom Bundesjugendministerium überreichte die von der Jury des Deutschen Jugendfotopreis ausgewählten Hauptpreise in der Kategorie Jahresthema an Melek Ayla Reinalda, in der Kategorie Freie Themenwahl an Kaddy Darboe (bis 10 Jahre), Mizgin Frotscher (11-15 Jahre), Minze Gaus (16-20 Jahre) und an Meret Eberl (21-25 Jahre).

In der Kategorie Experimente wurden Arbeiten, die das Medium Fotografie weiter interpretieren, ausgezeichnet. Nils Kleibrink vom Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen überreichte den Hauptpreis an Pha Croissant für ihr experimentelles Fotoprojekt.

Besondere Anerkennung erhielten auch die Gruppenprojekte, deren Preise von Luise Pilz von Fondament übergeben wurden. Für ihre kreative Zusammenarbeit ausgezeichnet wurden die Foto-AG der Eduard-Mörike-Grundschule in Berlin, die Fotografie-AG des Werner-von-Siemens-Gymnasiums in Bad Harzburg, die Fotogruppe Sammarro aus Düsseldorf sowie das Kollektiv Strukturlos aus Bergisch Gladbach.

„In ihren Bildern halten diese jungen Fotografinnen und Fotografen fest, was sie umgibt: den Alltag mit all seinen kleinen und großen Augenblicken. Gesichter in alltäglichen Objekten. Ein außergewöhnlicher Blick auf die eigene Familie. Eine Umarmung. Eine Fluchtgeschichte. Die Werke der jungen Fotografinnen und Fotografen zeigen: Kreativität kennt kein Alter. Mit ihren Kameras, ob analog oder digital, halten sie ihre Träume, ihre Fragen und ihre einzigartige Sicht auf das Leben fest. Die ausgezeichneten Fotografien des Deutschen Jugendfotopreises machen die Ideen und Perspektiven junger Menschen sichtbar und zeigen, wie wichtig ihre Stimmen für Gegenwart und Zukunft sind. Seit über 60 Jahren gibt dieser Wettbewerb ihnen den Raum, kreativ zu sein, sich einzubringen und die Welt mitzugestalten. Ich danke allen Teilnehmenden für ihre inspirierenden Beiträge“, gratuliert Bundesjugendministerin Karin Prien.

Düsseldorf erneut Gastgeber für den Deutschen Jugendfotopreis

Zum zweiten Mal fanden die Preisverleihung und die Ausstellung der prämierten Arbeiten in Düsseldorf statt. Landesjugendministerin Verena Schäffer erklärt, was den Deutschen Jugendfotopreis auch in diesem Jahr wieder besonders machte:

„Der Deutsche Jugendfotopreis bringt junge Menschen aus ganz Deutschland zusammen, schafft Raum für Austausch und inspiriert zu neuen Perspektiven. Er ist damit weit mehr als ein Wettbewerb. Das KIT – Kunst im Tunnel ist als spektakulärer Ausstellungsraum ein hervorragender Ort. Beeindruckend ist, mit wie viel Kreativität und Engagement die Teilnehmenden ihre Sicht auf die Welt teilen. All diese Erfahrungen im Rahmen des Deutschen Jugendfotopreises tragen dazu bei, kulturelle Bildung, Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und Nordrhein-Westfalen zu einem starken Ort für junge Kultur und kreative Talente zu machen.“

KJF-Leiter Thomas Hartmann ergänzt: „Das gemeinsame Wochenende mit den Preisträger*innen des Deutschen Jugendfotopreises 2026 hat uns einmal mehr gezeigt, wie vielfältig und kraftvoll die junge Fotoszene in Deutschland ist. Herzlichen Glückwunsch an alle Preisträger*innen – und ein großes Dankeschön an alle Partner*innen und Förderer, die diesen besonderen Preis möglich machen. Wir freuen uns, junge Fototalente auch in Zukunft zu begleiten und ihren Arbeiten eine Bühne zu geben.“

Ausstellung ECHT JETZT bis zum 15. November im KIT – Kunst im Tunnel

Erstmals wird die Ausstellung im KIT – Kunst im Tunnel in Düsseldorf gezeigt, ein Ort für junge, zeitgenössische Kunst, der den Nachwuchsfotograf*innen erste institutionelle Ausstellungserfahrungen ermöglicht. Damit bespielt der Deutsche Jugendfotopreis erstmalig in seiner über 60-jährigen Geschichte ein komplettes Ausstellungshaus als Hauptschau.

„Wir freuen uns, dass die Ausstellung über das Festivalwochenende hinaus zu sehen sein wird und es für die Besucher*innen in Düsseldorf neben dem Ausstellungsbesuch noch viele spannende Events zu erleben gibt: Von Workshops über Themenführungen, dem Meet & Talk Format des KIT, eine spannende Finissage und vieles mehr“, erklärt Katharina Klapdor Ben Salem, Leiterin des Wettbewerbs.

Die Ausstellung wurde konzipiert und produziert von Studierenden der Hochschule Düsseldorf, Peter Behrens School of Arts, unter der Leitung von Prof‘in Mareike Foecking und LfbA Morgaine Schaefer. Die Ausstellung unter dem Titel ECHT JETZT ist weit mehr als eine Preisträger*innen-Schau: Sie richtet den Blick auf das, was junge Menschen bewegt: auf ihre Fragen, ihre Beziehungen und ihre Perspektiven. In einer Zeit des Wandels eröffnet die Ausstellung einen Raum für Vergewisserung, Austausch und Innehalten. Zu sehen bis zum 15. November im KIT – Kunst im Tunnel in Düsseldorf.

Alle prämierten Arbeiten von 1961 bis heute unter www.jugendfotopreis.de/archiv

Alle Veranstaltungen im KIT-Kunst im Tunnel: www.kunst-im-tunnel.de/programm/kalender

Foto © KJF | Katrin Chodor

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